Einfrieren

Richtig einfrieren: Was man einfrieren kann – und wie lange es hält

· Kühlbär Redaktion · Lesezeit ca. 7 Min.

Der Gefrierschrank ist die vielleicht unterschätzteste Waffe gegen Food Waste. Er ist im Grunde eine Pause-Taste: Was du gerade nicht schaffst, frierst du ein und holst es dir zurück, wenn du es brauchst. Richtig gemacht, rettet das erstaunlich viel Essen – und Geld.

Einfrieren = Zeit kaufen

Bei -18 °C stellen Mikroorganismen ihre Aktivität praktisch ein. Das Lebensmittel verdirbt nicht weiter, es „pausiert". Statt das Brot vom Wochenende oder das Aktions-Poulet wegzuwerfen, gibst du dir selbst Wochen oder Monate mehr Zeit. Der Schlüssel ist nur: richtig einfrieren – und nicht vergessen, dass es da ist.

Was sich gut einfrieren lässt

🚫 Was sich (roh) schlecht einfrieren lässt

Wasserreiche Rohkost wie Blattsalat, Gurke, Radieschen und rohe Tomaten werden matschig. Auch gekochte Kartoffeln, Speisen mit viel Rahm oder Gelatine und ganze Eier in der Schale eignen sich nicht. Vieles davon geht aber verarbeitet doch – Tomaten z. B. als Sauce, Kartoffeln als Suppe.

So frierst du richtig ein

  1. Portionieren: in Mengen, die du auf einmal brauchst. So taust du nie mehr auf, als du isst.
  2. Luftdicht verpacken: Luft raus, gut verschliessen. Das verhindert Gefrierbrand (trockene, graue Stellen).
  3. Frisch & schnell: nur einwandfreie Ware einfrieren und möglichst rasch – kleine Portionen frieren schneller durch.
  4. Beschriften: Inhalt und Datum drauf. Ohne Datum wird aus dem Gefrierfach schnell ein „Museum".
  5. Platz lassen: Flüssiges dehnt sich aus – Gefäss nie ganz füllen.

📅 Der häufigste Fehler

Nicht das Einfrieren scheitert – das Wiederfinden. Was ohne Etikett und Datum eingefroren wird, taucht Monate später als Rätselpaket auf. Notiere, was du einfrierst, und setze dir eine Erinnerung, es aufzubrauchen. Genau dabei hilft dir Kühlbär.

Wie lange hält was? (Richtwerte bei -18 °C)

Wichtig: Das sind Qualitäts-Richtwerte, keine Sicherheitsgrenzen. Bei durchgehender Kühlung bleibt vieles darüber hinaus essbar, verliert aber an Geschmack und Konsistenz. Mehr zum Unterschied liest du unter MHD vs. Verbrauchsdatum.

Richtig auftauen – und wieder einfrieren?

Am sichersten taust du langsam im Kühlschrank auf, über Nacht und in einem Gefäss, das die Flüssigkeit auffängt. Kleine Gemüsestücke, Suppen und Saucen kannst du auch direkt gefroren erhitzen. Auftauen bei Raumtemperatur ist wegen der Keimbildung keine gute Idee.

♻️ Wieder einfrieren – erlaubt oder nicht?

Rohes, aufgetautes Lebensmittel nicht unverändert wieder einfrieren. Aber: Wenn du es durchgarst, darfst du das fertige Gericht wieder einfrieren. Aus aufgetautem rohem Poulet wird also ein Curry – und das Curry darf zurück ins Gefrierfach.

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Damit dein Gefrierfach kein Museum wird

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Die Pause-Taste, die sich rechnet

Einfrieren kostet fast nichts und rettet enorm viel: das halbe Brot, die Aktions-Grosspackung, die Portion Bolognese von gestern. Wer sein Gefrierfach bewusst nutzt und im Blick behält, wirft spürbar weniger weg. Wie du schon beim Einkauf die richtigen Mengen triffst, liest du unter Clever einkaufen. Und für die richtige Lagerung ausserhalb des Gefrierfachs hilft dir der Guide Lebensmittel richtig lagern.

Häufige Fragen

Was kann man alles einfrieren?

Brot, Fleisch, Fisch, die meisten Gemüse, Beeren, geriebener Käse, gekochte Speisen, Suppen, Saucen, Kräuter und Milch. Weniger geeignet: wasserreiche Rohkost (Salat, Gurke, rohe Tomaten) und Speisen mit viel Rahm oder Gelatine.

Wie lange kann man Lebensmittel einfrieren?

Bei -18 °C etwa: Rindfleisch 8–12 Monate, Schwein/Geflügel 6–9, Hackfleisch/Fisch 3–4, Brot 1–3, Gemüse 8–12, gekochte Gerichte 2–3 Monate. Danach meist noch essbar, aber mit Qualitätsverlust.

Kann man aufgetaute Lebensmittel wieder einfrieren?

Rohes, aufgetautes Gut nicht unverändert. Wenn du es zwischendurch durchgarst, darfst du das fertige Gericht wieder einfrieren.

Wie taut man Lebensmittel richtig auf?

Am sichersten langsam im Kühlschrank, über Nacht, in einem Gefäss für die Flüssigkeit. Kleines Gemüse und Suppen gehen auch direkt gefroren in den Topf. Nicht bei Raumtemperatur auftauen.