Lebensmittel richtig lagern: der komplette Guide für Kühlschrank & Vorrat
Stell den Kühlschrank auf 5 °C oder etwas kälter, höchstens aber auf 7 °C (BfR, AGES, foodwaste.ch). Fleisch und Fisch gehören unten auf die Glasplatte über dem Gemüsefach, wo es mit rund 2–4 °C am kältesten ist, Milchprodukte in die Mitte, Käse und Reste nach oben und Eier auf eine feste Ablage statt in die Tür. Tomaten, Gurken, Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln, Brot und Bananen lagerst du ausserhalb des Kühlschranks.
Richtig lagern kostet nichts und ist einer der einfachsten Hebel gegen Food Waste: Schweizer Haushalte verursachen pro Person und Jahr rund 80 kg vermeidbare Lebensmittelverluste (BAFU/ZHAW, Monitoring 2025, Bezugsjahr 2024). Wie lange etwas frisch bleibt, hängt stark davon ab, wo und wie kalt es liegt. Hier erfährst du, welche Kühlschrank-Zone wofür gedacht ist, wo Fachstellen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich unterschiedlich raten und was gar nicht in den Kühlschrank gehört.
Wie kalt sollte der Kühlschrank sein?
Eine gesetzliche Temperaturvorgabe für Privathaushalte gibt es nicht (BfR, 2023). Die Empfehlungen der Fachstellen liegen aber nah beieinander:
- Schweiz: foodwaste.ch empfiehlt 5 °C. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) rät, Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte unter 5 °C zu lagern.
- Deutschland: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt höchstens 7 °C, besser unter 5 °C. In einer BfR-Umfrage von 2020 lag der Mittelwert in deutschen Kühlschränken bei 5,5 °C.
- Österreich: Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nennt 1 bis 5 °C als optimal, weil sich die meisten Keime unter 5 °C langsamer oder gar nicht mehr vermehren.
Die Stufe am Regler verrät wenig darüber, wie kalt es an jeder Stelle tatsächlich ist. Das BfR rät deshalb, die Temperatur an verschiedenen Stellen im Gerät zu messen, zum Beispiel mit einem Kühlschrankthermometer. Wie du richtig misst und was die Stufen am Regler bedeuten, steht im Ratgeber Kühlschrank-Temperatur: wie kalt ist richtig?
Kühlschrank richtig einräumen: die Zonen im Überblick
Ein Kühlschrank kühlt nicht überall gleich stark. Warme Luft steigt auf, kalte sinkt nach unten. Am kältesten ist es deshalb unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach, am wärmsten in der Tür. Je nach Zone liegt die Temperatur zwischen etwa 0 und 12 °C (Zu gut für die Tonne!, 2025).
| Zone | Temperatur | Typische Lebensmittel | Quelle |
|---|---|---|---|
| Oben | 5–8 °C (AT: +5 bis +8 °C) | Käse, Essensreste, Konfitüren, zubereitete Speisen | BAFU 2024; gesundheit.gv.at 2022; BZfE 2025 |
| Mitte | 4–5 °C (AT: +4 °C) | Milch, Joghurt, Quark; laut foodwaste.ch auch Eier, Pflanzendrinks, Tofu | BAFU 2024; gesundheit.gv.at 2022; foodwaste.ch |
| Unten, auf der Glasplatte über dem Gemüsefach | 2–4 °C (DE: 0–4 °C; AT: 0 bis +2 °C) | Fleisch, Fisch, Wurstwaren; Fleisch und Fisch möglichst hinten an der Rückwand oder im 0-°C-Fach | BAFU 2024; Zu gut für die Tonne! 2025; gesundheit.gv.at 2022; BfR 2023 |
| Gemüsefach | ca. 8 °C (AT: +8 bis +10 °C; BZfE: 2–3 °C wärmer als der Durchschnitt im Gerät) | kälteverträgliches Gemüse wie Karotten, Salat, Spargel; Erdbeeren; Äpfel, die länger als eine Woche liegen | BAFU 2024; gesundheit.gv.at 2022; BZfE 2025 |
| Tür | ca. 10–12 °C | Getränke, Butter, Saucen, Tuben; angebrochene Milch nur, wenn du sie bald aufbrauchst | Zu gut für die Tonne! 2025; BZfE 2025; foodwaste.ch |
Bei manchen Lebensmitteln sind sich die Fachstellen nicht ganz einig. Käse etwa legen BAFU, BZfE und das österreichische Gesundheitsportal nach oben, die Verbraucherzentrale ins mittlere Fach. Beides ist in Ordnung, solange es kühl genug ist.
💡 Profi-Tipp: Nicht zu voll stopfen
Die kalte Luft muss im Kühlschrank zirkulieren können, ein vollgestopftes Gerät behindert das. Öffne die Tür ausserdem nur kurz und gezielt: Jedes Öffnen lässt die Innentemperatur steigen, danach muss das Gerät wieder herunterkühlen (Zu gut für die Tonne!, 2025).
Das Gemüsefach: nicht für jedes Gemüse
Das Gemüsefach ist durch eine Glasplatte vom übrigen Innenraum getrennt und gehört zu den wärmeren Zonen: Das BAFU nennt rund 8 °C, das österreichische Gesundheitsportal 8 bis 10 °C, das deutsche Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) 2 bis 3 °C mehr als im Durchschnitt des Geräts. Es eignet sich deshalb nicht für jedes Gemüse, sondern für kälteverträgliche Sorten:
- Hinein: Karotten, Salat, Spargel, Erdbeeren sowie Äpfel, die länger als eine Woche liegen. Blattsalate und frische Kräuter halten am besten in einer Dose, einem Beutel oder einem feuchten Tuch. Karotten nimmst du aus dem Folienbeutel, bei Karotten, Kohlrabi und Radieschen entfernst du vorher das Grün (BZfE).
- Erst nachreifen, dann kühlen: Avocados, Birnen, Kiwis, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen lässt du bei Zimmertemperatur reifen und legst sie erst danach in den Kühlschrank (BZfE).
- Draussen lassen: Auberginen, Gurken, Paprika, Tomaten, Zucchini, Ingwer, Knoblauch und Basilikum lagerst du laut BZfE bei Zimmertemperatur.
Angeschnittene Melone gehört dagegen durchgehend in den Kühlschrank, sonst isst du sie innert 2 Stunden (AGES). Am besten liegt sie in einer eigenen Dose mit der Schnittfläche nach unten (Zu gut für die Tonne!).
Ethylen: warum Obst und Gemüse Nachbarn schaden
Manche Früchte, allen voran Äpfel und Bananen, geben das Reifegas Ethylen ab. Liegt empfindliches Gemüse daneben, reift und verdirbt es schneller. Lagere Äpfel und Bananen deshalb getrennt von Brokkoli, Gurken oder Tomaten (BZfE, Verbraucherzentrale). Auch Kirschen geben Reifegas ab und sollten gekühlt, aber separat liegen (Zu gut für die Tonne!).
Eier richtig lagern: was in der Schweiz, in Deutschland und Österreich gilt
Die Grundregel ist überall gleich: Eier gehören in den Kühlschrank, und zwar auf eine feste Ablage statt in die Tür. In der Tür schwankt die Temperatur bei jedem Öffnen, darum raten die Verbraucherzentrale (2026), die AGES (2026) und foodwaste.ch davon ab. Das BZfE (2025) empfiehlt die Mitte, weil es dort kälter ist als im Türfach.
Ganz einig sind sich die Quellen allerdings nicht: Die deutsche Kampagne „Zu gut für die Tonne!“ (2025) und eine ältere BZfE-Pressemeldung von 2022 nennen die Tür noch als Platz für Eier. Die neueren Ratgeber raten mehrheitlich zur Ablage. Wasch Eier vor dem Lagern nicht, sonst geht die natürliche Schutzfunktion der Schale verloren (AGES, Verbraucherzentrale). In der EU dürfen Eier der Klasse A auch im Handel nicht gewaschen werden (BMLEH, 2026).
| Schweiz | Deutschland | Österreich | |
|---|---|---|---|
| Mindesthaltbarkeit | höchstens 28 Tage nach dem Legen (Kanton Aargau, 2025) | höchstens 28 Tage nach dem Legen, Verkauf bis zum 28. Tag (EU-Verordnung 853/2004; BMLEH, 2026) | höchstens 28 Tage nach dem Legen (EU-Verordnung 853/2004) |
| Zu Hause | in den Kühlschrank, auch wenn ungekühlt gekauft; einmal gekühlt dauernd bei 5 °C (Kanton Aargau, 2025; foodwaste.ch) | im Kühlschrank bei höchstens 7 °C (Verbraucherzentrale, 2026) | im Kühlschrank, immer an derselben Stelle (AGES, 2026) |
| Platz | Ablage statt Tür-Eierfach (foodwaste.ch) | nicht in die Tür (Verbraucherzentrale, 2026); in der Mitte (BZfE, 2025) | nicht in die Tür (AGES, 2026) |
| Nur noch durcherhitzt | originalverpackt mindestens 6 Tage über das MHD hinaus roh geniessbar, danach nur noch durchgekocht (foodwaste.ch) | nach Ablauf des MHD (Verbraucherzentrale, 2026) | schon ab dem 22. Tag nach dem Legen, also 6 Tage vor dem MHD (AGES, 2026) |
Der grösste Unterschied liegt im Laden: In der Schweiz werden Eier häufig ungekühlt verkauft. Für diesen Fall schlägt das Aargauer Amt für Verbraucherschutz als Packungshinweis vor, die Eier zu Hause in den Kühlschrank zu legen und einmal gekühlte Eier dauernd bei 5 °C zu lagern. Werden Eier gekühlt verkauft, gehört ein Hinweis auf die Lagertemperatur auf die Packung (Kanton Aargau, 2025). In Deutschland mussten Händler Eier früher ab dem 18. Tag nach dem Legen kühlen. Diese Pflicht gibt es heute nicht mehr, dafür muss auf verpackten Eiern der Hinweis stehen, sie nach dem Kauf gekühlt aufzubewahren (Lebensmittelklarheit, 2024).
Diese Lebensmittel gehören NICHT in den Kühlschrank
Bei einigen Klassikern schadet Kälte mehr, als sie nützt: Sie verlieren Aroma, werden braun oder trocknen aus.
- Tomaten verlieren im Kühlschrank ihr Aroma (BZfE). Besser lagerst du sie dunkel bei 12–16 °C (Verbraucherzentrale).
- Gurken, Paprika, Zucchini, Auberginen gehören zu Zimmertemperatur (BZfE).
- Kartoffeln lagerst du kühl, trocken und dunkel, grössere Mengen zum Beispiel im Keller bei 4–6 °C (BZfE) bzw. 4–8 °C (Verbraucherzentrale). Bei Licht werden sie grün und bilden Solanin (Verbraucherzentrale). Lagere sie nicht zusammen mit Zwiebeln (BZfE).
- Zwiebeln und Knoblauch: Zwiebeln kühl und dunkel, etwa im Keller (gesundheit.gv.at), Knoblauch bei Zimmertemperatur (BZfE).
- Brot trocknet im Kühlschrank aus. Ausnahme ist sehr heisses, schwüles Wetter (BZfE). Was du nicht bald isst, frierst du besser ein.
- Bananen und andere kälteempfindliche Früchte: Bananen werden im Kühlschrank braun (BZfE). Auch Ananas, Aprikosen, Mangos und Zitrusfrüchte verlieren gekühlt an Qualität (gesundheit.gv.at). Avocados lässt du bei Zimmertemperatur nachreifen (BZfE).
- Speiseöle und ungeöffnete Konserven brauchen keinen Kühlschrank (gesundheit.gv.at).
Die Vorratskammer: trocken, luftig, gut verschlossen
Lange Haltbares wie Mehl, Reis, Teigwaren, Erbsen und Konserven lagerst du bei Zimmertemperatur von 15 bis 20 °C, am besten in einem trockenen, luftigen Vorratsschrank (BZfE). Wie du ihn Schritt für Schritt ordnest und Motten vorbeugst, steht im Ratgeber Vorratsschrank organisieren.
- Angebrochene Packungen von Mehl, Reis oder Teigwaren füllst du in dicht schliessende Dosen aus Glas, Metall oder Kunststoff um. Das schützt vor Luft, Feuchtigkeit und Lebensmittelmotten, die besonders gern Getreideprodukte wie Mehl befallen (BZfE).
- Offene Konserven: Inhalt in ein anderes Gefäss umfüllen, weil die Säure die Dose angreifen kann, und in den Kühlschrank stellen (Verbraucherzentrale).
Ungeöffnete Vorräte sind oft weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus geniessbar, wenn sie richtig gelagert wurden. Schweizer Behörden nennen dafür Richtwerte:
| Produkt | Noch essbar nach dem MHD (Richtwert) | Quelle |
|---|---|---|
| Trockene Teigwaren, Reis, Getreide | bis +360 Tage | BAFU 2024 |
| Teigwaren und Konserven, ungeöffnet | bis zu 1 Jahr | BLV 2026 |
| Öle, Mayonnaise, Senf, Ketchup, gesüsste Getränke | +120 Tage | BAFU 2024 |
| UHT-Milch | +30 Tage | BAFU 2024 |
Vor dem Essen prüfst du trotzdem mit Augen, Nase und Zunge. Für Produkte mit Verbrauchsdatum gilt das alles nicht. Warum, erklären wir im Beitrag MHD vs. Verbrauchsdatum.
Der Haken: Was hinten im Vorratsschrank steht, gerät leicht in Vergessenheit – und läuft ab, obwohl es noch lange haltbar wäre. Deshalb lohnt es sich, auch den Vorrat digital zu erfassen.
Wie lange hält was? Kühlschrank und Tiefkühler
Für geöffnete Packungen nennen die meisten Fachstellen keine pauschalen Tageswerte. Sie verweisen auf die Herstellerangabe auf der Packung und den Sinnescheck. Diese Richtwerte sind belegt:
| Lebensmittel | Kühlschrank | Tiefkühler (−18 °C) | Quelle |
|---|---|---|---|
| Reste gekochter Speisen | 2–3 Tage; vorher innert weniger Stunden auf unter 7 °C abkühlen | ca. 3–6 Monate, luftdicht verpackt | BfR 2023; Zu gut für die Tonne! 2026 |
| Gerichte mit rohen Zutaten | spätestens 1 Tag nach der Zubereitung | – | BfR 2025 |
| Gekochter Reis, gekochte Teigwaren | spätestens am übernächsten Tag, vor dem Essen nochmals gut erhitzen | gekochte Nudeln 3–4 Monate | BAFU 2024; Zu gut für die Tonne! 2026 |
| Milch, geöffnet | innert weniger Tage, im mittleren Fach; H-Milch erst nach dem Öffnen kühlen | – | Verbraucherzentrale 2026 |
| Pflanzendrinks, geöffnet | bis zu 2 Wochen | – | Verbraucherzentrale 2026 |
| Käse | ca. 1 Woche in Käsedose oder Käsepapier | 2–4 Monate; laut Verbraucherzentrale NRW eignen sich Weich- und Hartkäse nicht | Verbraucherzentrale 2026; Zu gut für die Tonne! 2026; gesundheit.gv.at 2022; Verbraucherzentrale NRW |
| Frisches Hackfleisch | höchstens 1 Tag; lose gekauft innert 6–8 Stunden; abgepackt bis zum Verbrauchsdatum, bei höchstens 2 °C | mager bis 3 Monate, fetter ca. 2 Wochen | Zu gut für die Tonne! 2025; BZfE 2025; Verbraucherzentrale 2025 |
| Schweinskoteletts, Schnitzel | ca. 2–3 Tage | mager 5–7 Monate, fett 2–3 Monate | BZfE 2025 |
| Frischer Fisch | 1 Tag bei 0–4 °C | Magerfisch (z. B. Kabeljau) bis 8 Monate, Fettfisch (z. B. Lachs) 2 Monate; BfR: 6 Monate | Zu gut für die Tonne! 2025; BfR 2025 |
| Rohe Eier in der Schale | bei 2–6 °C 4–6 Wochen; nach dem MHD nur noch durcherhitzt | nur ohne Schale: 8–12 Monate | Verbraucherzentrale 2026; BZfE 2023 |
| Hartgekochte Eier | 2–4 Wochen | ungeeignet | BZfE 2025; Verbraucherzentrale NRW |
| Brot | nicht in den Kühlschrank, es trocknet aus | bis 6 Monate (AT: 1–3 Monate) | BZfE 2025; Zu gut für die Tonne! 2026; gesundheit.gv.at 2022 |
Für geöffneten Joghurt, Quark, Rahm oder Aufschnitt haben wir bei den Fachstellen keine Tageswerte gefunden. Hier gilt die Angabe auf der Packung, und was ein Verbrauchsdatum trägt, isst du spätestens bis zu diesem Datum. Bei den Gefrierzeiten gehen die Quellen deutlich auseinander: Das BfR nennt für Rind- und Schweinefleisch 3–6 Monate und für Geflügel 3 Monate, die AGES für fast alle Lebensmittel pauschal rund 10 Monate. Im Zweifel hältst du dich an den kürzeren Wert. Wichtig ist eine Temperatur von −18 °C oder kälter (gesundheit.gv.at). Mehr dazu liest du im Ratgeber Lebensmittel richtig einfrieren, und Ideen für übrig gebliebenes Essen findest du unter Lebensmittelreste verwerten.
So hilft Kühlbär dabei
Richtig lagern ist die halbe Miete. Die andere Hälfte: sich merken, was wo liegt und wann es abläuft. In Kühlbär sind Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat getrennt, und beim Hinzufügen ordnet die App jedes Produkt automatisch dem passenden Lagerort und Fach zu. Erfassen kannst du Produkte per Barcode-Scan über Open Food Facts (bekannte Produkte auch offline) oder per Magic Scan, indem du den Kassenbon oder den Kühlschrank fotografierst (gratis 3-mal pro Monat). Liegt ein gescanntes Produkt schon im Kühlschrank, weist dich die App darauf hin.
Für das Ablaufdatum macht Kühlbär einen Vorschlag, den du anpassen kannst: Bei Waagen-Etiketten von Coop und Migros übernimmt die App das aufgedruckte Datum aus dem Code, sonst die typische Haltbarkeit der Produktart. Der Filter „Läuft ab“ zeigt, was zuerst gegessen werden sollte, und die Erinnerung vor dem Ablaufdatum meldet sich standardmässig 3 Tage und 1 Tag vorher um 9 Uhr. Wie viel du mit geretteten Lebensmitteln sparst, zeigt der Spar-Counter. Bis 35 Artikel ist Kühlbär gratis.
Kühlschrank und Vorrat immer im Blick
Kühlbär sortiert deine Lebensmittel automatisch in Kühlschrank oder Vorratskammer, erinnert dich vor dem Ablaufen und zeigt, wie viel du sparst. Gratis für iPhone.
🍏 Kühlbär im App Store ladenHäufige Fragen
Wie kalt sollte der Kühlschrank sein?
Höchstens 7 °C, besser 5 °C oder etwas kälter. Das BfR nennt 7 °C als Obergrenze und rät zu unter 5 °C, foodwaste.ch empfiehlt 5 °C, die AGES 1 bis 5 °C. Am kältesten ist es unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach, am wärmsten in der Tür.
Wie räumt man den Kühlschrank richtig ein?
Nach Zonen, von oben nach unten: oben (ca. 5–8 °C) Käse, Reste und Konfitüre, in der Mitte (ca. 4–5 °C) Milch, Joghurt und Quark, unten auf der Glasplatte (ca. 2–4 °C, die kälteste Zone) Fleisch, Fisch und Wurst. Ins Gemüsefach (ca. 8 °C) kommt kälteverträgliches Gemüse, in die Tür (ca. 10–12 °C) Getränke, Butter und Saucen. Eier legst du besser auf eine Ablage als in die Tür.
Welche Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank?
Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Auberginen, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Brot, Bananen und andere kälteempfindliche Früchte wie Ananas oder Mangos, ausserdem Speiseöle und ungeöffnete Konserven. Kartoffeln und Zwiebeln lagerst du kühl und dunkel, aber nicht nebeneinander.
Wo lagert man Fleisch und Fisch im Kühlschrank?
Unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach, möglichst hinten an der Rückwand, oder im 0-°C-Fach, falls dein Gerät eines hat. Dort ist es mit rund 2 bis 4 °C am kältesten. Frischer Fisch und frisches Hackfleisch halten aber auch dort nur etwa einen Tag.
Gehören Eier in die Kühlschranktür?
Besser nicht. Die Verbraucherzentrale, die AGES und foodwaste.ch raten zu einer festen Ablage im Innenraum, weil die Temperatur in der Tür schwankt. Das gilt auch für Eier, die du in der Schweiz ungekühlt gekauft hast: Zu Hause gehören sie in den Kühlschrank.
Wie lagert man Reis, Pasta und Mehl richtig?
Trocken bei Zimmertemperatur (15 bis 20 °C) und angebrochene Packungen in dicht schliessenden Dosen aus Glas, Metall oder Kunststoff. Das schützt vor Luft, Feuchtigkeit und Lebensmittelmotten. Ungeöffnete trockene Teigwaren und Reis sind laut BAFU oft noch bis zu rund einem Jahr nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum essbar.
Wie lange halten Reste im Kühlschrank?
Gekochte Reste solltest du innerhalb von 2 bis 3 Tagen essen, Gerichte mit rohen Zutaten spätestens am Tag nach der Zubereitung (BfR). Gekochten Reis und gekochte Teigwaren isst du spätestens am übernächsten Tag und erhitzt sie vorher nochmals gut.
Quellen
- BAFU / ZHAW (Beretta et al.): Monitoring der Lebensmittelverluste in der Schweiz: Zwischenstandsbericht 2025, Bundesamt für Umwelt, 2025.
- BAFU: Magazin „die umwelt“ 4/2024 (Kühlschrank-Zonen, Infografik „Noch länger essbar“, Interview mit dem Kantonschemiker GR/GL), Bundesamt für Umwelt, 2024.
- BLV: Informationsschreiben 2025/4.1: Abgabe von Lebensmitteln nach Ablauf des MHD und Einfrieren von Lebensmitteln vor dem Ablauf des VD, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, 2026.
- BLV: Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, ohne Datum.
- Kanton Aargau, Amt für Verbraucherschutz: Merkblatt Nr. 3 Eierverkauf – Lagerung, Kennzeichnung und Selbstkontrolle, 2025.
- foodwaste.ch: 5 Schritte gegen Food Waste und Eier roh, Verein foodwaste.ch, ohne Datum.
- BfR: Korrektes Kühlen von Lebensmitteln im Privathaushalt, Bundesinstitut für Risikobewertung, 2023.
- BfR: Vorkochen für mehrere Tage (Meal-Prep), Bundesinstitut für Risikobewertung, 2025.
- BZfE: Lebensmittel richtig lagern, Bundeszentrum für Ernährung, 2025.
- BZfE: Was gehört wohin im Kühlschrank? (Pressemeldung), Bundeszentrum für Ernährung, 2022.
- BZfE: Schweinefleisch: Vom Einkauf in die Küche, Bundeszentrum für Ernährung, 2025.
- BZfE: Kann man Eier einfrieren?, Bundeszentrum für Ernährung, 2023.
- BMLEH, Kampagne „Zu gut für die Tonne!“: Den Kühlschrank richtig nutzen (2025), Haltbar machen (2026), Hackfleisch (2025), Fisch: Frische erkennen und richtig lagern (2025).
- BMLEH: Was bedeutet der Code auf dem Ei?, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, 2026.
- Verbraucherzentrale: Eier: Alles zu Lagerung und Haltbarkeit, 2026.
- Verbraucherzentrale: Tipps zur Haltbarkeit und Lagerung von Lebensmitteln, 2026.
- Verbraucherzentrale: Lebensmittel sicher einkaufen und lagern, 2025.
- Verbraucherzentrale NRW: Kalt gemacht – Wie du Lebensmittel richtig einfrierst, ohne Datum.
- Lebensmittelklarheit (Verbraucherzentrale): Angabe zu „kühlen ab“ auf Eiern, 2024.
- Europäische Union: Verordnung (EG) Nr. 853/2004 mit spezifischen Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen Ursprungs, Anhang III Abschnitt X (Eier), konsolidierte Fassung.
- AGES: Sicher kochen, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, 2025.
- AGES: Eier unter der Lupe, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, 2026.
- gesundheit.gv.at: Temperatur Kühlschrank – richtige Lagerung und Gefrierschrank-Temperatur – richtige Lagerung, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, 2022.
Weiterlesen
Food Waste vermeiden: 11 Tipps
So wirfst du zu Hause weniger weg – und sparst Geld.
MHD vs. Verbrauchsdatum
Abgelaufen – noch essbar? Der Unterschied, der Essen rettet.
Richtig einfrieren
Was sich einfrieren lässt, wie du portionierst und wie lange es haltbar bleibt.
Reste verwerten
Altes Brot, welkes Gemüse, überreife Bananen: So wird daraus ein volles Essen.