Kühlschrank-Temperatur: Wie kalt ist richtig – und welche Stufe passt?
Stell den Kühlschrank auf höchstens 7 °C, besser auf 5 °C oder etwas darunter: Das empfehlen das deutsche BfR (2023), der Verein foodwaste.ch und die österreichische AGES (1–5 °C). Fleisch, Geflügel und Fisch lagerst du unter 5 °C (BLV), das Gefrierfach sollte −18 °C oder kälter sein. Die Zahl am Regler ist keine Gradangabe: Ob die Temperatur stimmt, zeigt nur ein Thermometer, mit dem du an mehreren Stellen nachmisst (BfR 2023).
Wie kalt dein Kühlschrank wirklich ist, weisst du vermutlich nicht genau, und damit bist du nicht allein. In einer Online-Umfrage des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von 2020 lag die Durchschnittstemperatur in privaten Kühlschränken bei 5,5 °C, doch nur die Hälfte der Befragten hatte eine Temperaturanzeige oder ein Thermometer im Gerät. Hier liest du, was Fachstellen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich empfehlen, was die Stufe am Regler bedeutet und was jedes Grad Strom kostet.
Die richtige Kühlschrank-Temperatur: Empfehlungen aus CH, DE und AT
Fachstellen für Lebensmittelsicherheit und für Energieberatung nennen leicht unterschiedliche Zahlen. Für die Einstellung des Kühlschranks empfiehlt aber keine von ihnen mehr als 7 °C.
| Schweiz | Deutschland | Österreich | |
|---|---|---|---|
| Kühlschrank (Lebensmittelsicherheit) | 5 °C (foodwaste.ch, Verein); Fleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte unter 5 °C (BLV) | höchstens 7 °C, besser unter 5 °C (BfR 2023); höchstens 7 °C (Verbraucherzentrale 2025) | 1 bis 5 °C optimal (AGES 2025) |
| Kühlschrank (Energieberatung) | 7 °C (EnergieSchweiz) | 7 °C reichen (Umweltbundesamt 2026); 7 °C auf der obersten Ebene (Verbraucherzentrale 2026) | 7 °C reichen (oesterreich.gv.at 2025); kälteste Zone höchstens 2 °C (klimaaktiv) |
| Gefrierfach, Gefrierschrank | −18 °C reichen (EnergieSchweiz) | −18 °C reichen (Umweltbundesamt 2026) | nicht wärmer als −18 °C (gesundheit.gv.at 2022); zumindest −18 °C, besser darunter (AGES 2025) |
| Vorschriften für Betriebe | Tiefgefrorenes −18 °C oder kälter; Hackfleisch 2 °C, Geflügel 4 °C (Hygieneverordnung HyV, Art. 25 und 29) | Tiefgefrorenes an allen Punkten mindestens −18 °C (Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel); Norm DIN 10508: leicht Verderbliches höchstens 7 °C, vorverpacktes Hackfleisch höchstens 2 °C (beides laut BfR 2023) | EU-Recht: Hackfleisch höchstens 2 °C, Fleischzubereitungen höchstens 4 °C (VO (EG) Nr. 853/2004) |
| Privathaushalt | keine gesetzliche Vorgabe: Das Lebensmittelgesetz gilt nicht für die häusliche Lagerung zum privaten Gebrauch (LMG Art. 2 Abs. 4) | keine grundsätzliche Temperaturanforderung (BfR 2023); die EU-Hygieneverordnung gilt nicht für die häusliche Lagerung (VO (EG) Nr. 852/2004, Art. 1) | keine gesetzliche Vorgabe: Die EU-Hygieneverordnung gilt nicht für die häusliche Lagerung (VO (EG) Nr. 852/2004, Art. 1) |
Dass es für die eigene Küche keine Vorschrift gibt, begründet das BfR so: Die passende Temperatur müsse für jedes Lebensmittel einzeln festgelegt werden. Die Regeln für Betriebe zeigen trotzdem, worauf es ankommt.
💡 Energie oder Sicherheit: Wie passen 7 °C und 5 °C zusammen?
Die Energieberatung hält 7 °C für ausreichend, die Lebensmittelsicherheit rät zu 5 °C oder weniger. Beides verträgt sich, wenn du 7 °C als Obergrenze verstehst. Laut BfR beeinflusst es die meisten Lebensmittel kaum, wenn ein 4 °C kalter Kühlschrank um bis zu 2 Grad wärmer wird. Steigt die Temperatur dagegen von 7 °C aus um bis zu 2 Grad, können leicht verderbliche Lebensmittel schneller verderben und Krankheitserreger sich vermehren. Leicht Verderbliches lagerst du deshalb so kalt wie möglich und hältst dich an die Lagerangabe auf der Packung (BfR 2023).
Warum die Temperatur so wichtig ist
Kälte tötet Keime nicht ab, sie bremst sie: Durch Kühlen wird die Vermehrung der meisten Bakterien verlangsamt oder gestoppt, und leicht verderbliche Lebensmittel halten länger. Falsche Kühlung zählt laut BfR neben mangelnder Hygiene zu den wichtigen Auslösern lebensmittelbedingter Erkrankungen (BfR 2023).
- Zwischen 10 und 60 °C können sich Bakterien in Speisen vermehren (BfR 2020). Gekochtes kühlst du deshalb innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C ab, grössere Mengen verteilst du dafür auf mehrere flache Schalen (BfR 2023).
- Manche Erreger wachsen auch im Kühlschrank: Listeria monocytogenes und Yersinia enterocolitica können sich unter 5 °C vermehren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt deshalb, gekochte und leicht verderbliche Lebensmittel möglichst unter 5 °C zu lagern (zitiert nach BfR 2023).
- Einordnung: Lebensmittelinfektionen heilen in der Regel von selbst aus. Für kleine Kinder, Schwangere, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen können sie aber schwer verlaufen (BfR 2023).
Dazu kommt das Geld: Was zu warm liegt, verdirbt früher und landet im Abfall. Mehr dazu in Food Waste vermeiden: 11 Tipps.
Kühlschrank-Zonen: wo es wie kalt ist
Kalte Luft sinkt nach unten, deshalb ist es im Kühlschrank nicht überall gleich kalt. Bei herkömmlichen Geräten mit statischer Kühlung können sich die Zonen um bis zu 10 Grad unterscheiden (Verbraucherzentrale 2026).
| Zone | Richtwert | Quelle |
|---|---|---|
| Oben | 5–8 °C | BAFU 2024; gesundheit.gv.at 2022 |
| Mitte | 4–5 °C (AT: +4 °C) | BAFU 2024; gesundheit.gv.at 2022 |
| Unten, auf der Glasplatte über dem Gemüsefach (kälteste Zone) | 2–4 °C (DE: 0–4 °C; AT: 0 bis +2 °C) | BAFU 2024; Zu gut für die Tonne! 2025; gesundheit.gv.at 2022 |
| Gemüsefach | ca. 8 °C (AT: +8 bis +10 °C) | BAFU 2024; gesundheit.gv.at 2022 |
| Tür | ca. 10–12 °C | Zu gut für die Tonne! 2025 |
Manche Geräte haben zusätzlich eine Kaltlagerzone mit 0 bis +3 °C (Verbraucherzentrale 2026). Dort oder unten nahe der Rückwand lagerst du laut BfR rohes Fleisch, Geflügel und Fisch. Was sonst wohin gehört, erklärt unser Ratgeber Was in welche Zone gehört: Lebensmittel richtig lagern.
Welche Stufe ist richtig?
Die Zahlen auf dem Drehregler sind Stufen, keine Grad. Das Umweltbundesamt bezeichnet die niedrigste Stufe als die wärmste (UBA 2026). Eine Broschüre der Verbraucherzentrale NRW nennt als Orientierung für 7 °C „Stufe 2 oder 3“ und ergänzt, dass man die Temperatur mit einem Thermometer messen kann (2022).
Eine Umrechnung von Stufe in Grad, die für alle Geräte gilt, haben wir bei den Fachstellen nicht gefunden. Verlass dich deshalb nicht auf die Zahl am Regler: Ob die gewählte Stufe die gewünschte Temperatur erreicht, zeigt dir ein Kühlschrankthermometer (Verbraucherzentrale 2026).
Kühlschrank-Temperatur richtig messen
- Womit: mit einem Kühlschrankthermometer (Verbraucherzentrale 2026; Zu gut für die Tonne! 2025).
- Wo: an verschiedenen Stellen im Gerät (BfR 2023). Ihren Richtwert von 7 °C bezieht die Verbraucherzentrale auf das obere Fach. Für Fleisch und Fisch zählt die kälteste Zone unten über dem Gemüsefach, für die das BAFU 2–4 °C nennt und klimaaktiv höchstens 2 °C.
- Wann: regelmässig (BfR 2023; gesundheit.gv.at 2022) und im Zweifel, etwa wenn der Kühlschrank sehr voll ist oder die Türdichtung nicht mehr richtig schliesst (Verbraucherzentrale 2025).
Eine genaue Messanleitung, zum Beispiel wie lange das Thermometer liegen muss, geben die von uns geprüften Fachstellen nicht.
Gefrierschrank und Gefrierfach: −18 °C
Für Tiefgefrorenes gilt in der Lebensmittelbranche −18 °C oder kälter: in der Schweiz nach der Hygieneverordnung (HyV Art. 25), in Deutschland nach der Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel, nach der die Temperatur an allen Punkten des Lebensmittels mindestens −18 °C betragen muss (zitiert nach BfR 2023). Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum von Tiefkühlprodukten bezieht sich immer auf −18 °C (Verbraucherzentrale 2026). Für zu Hause nennen gesundheit.gv.at, EnergieSchweiz und das Umweltbundesamt denselben Wert, die AGES rät zu zumindest −18 °C, besser etwas darunter.
Und wenn es im Gefrierfach einmal wärmer wird? Das BfR ordnet ein: Steigt die Temperatur im Haushalt auf bis zu −12 °C, kann die Qualität leiden und die Haltbarkeit kürzer werden, etwa durch Gefrierbrand. Das gesundheitliche Risiko durch Bakterien steigt dadurch aber nicht, weil die meisten lebensmittelrelevanten Bakterien sich schon zwischen −5 und −8 °C nicht mehr vermehren (BfR 2023).
Was die Sterne am Gefrierfach bedeuten
| Kennzeichnung | Temperatur | Eignung |
|---|---|---|
| * | −6 °C und kälter | nur bereits Tiefgefrorenes, kurze Zeit |
| ** | −12 °C und kälter | nur bereits Tiefgefrorenes, kurze Zeit |
| *** | −18 °C | laut Verbraucherzentrale nur bereits Tiefgefrorenes, kurze Zeit |
| **** | −18 °C und kälter | auch zum Einfrieren frischer Lebensmittel |
Quelle der Tabelle ist die Verbraucherzentrale (2026). Das österreichische Gesundheitsportal zieht die Grenze etwas anders: Nur Fächer mit einem oder zwei Sternen eignen sich dort nicht zum langfristigen Lagern, drei und vier Sterne erreichen mindestens −18 °C (gesundheit.gv.at 2022). Zum Einfrieren frischer Lebensmittel ist das Vier-Sterne-Fach gedacht. Wie lange Gefriergut hält, steht im Ratgeber Lebensmittel richtig einfrieren.
Strom sparen: Was jedes Grad kälter kostet
Kälter als nötig kostet Strom. Diese Zahlen nennen die Fachstellen:
- Deutschland: Jedes Grad weniger erhöht den Stromverbrauch um rund 6 Prozent (Verbraucherzentrale 2026).
- Österreich: Ein Grad wärmer senkt den Verbrauch um etwa 6 Prozent (oesterreich.gv.at 2025), 1 bis 2 Grad wärmer um rund 6 bis 12 Prozent (klimaaktiv).
- Schweiz: 7 statt 5 °C spart je nach Gerät etwa 15 Prozent Energie. Das sagt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) in seinen Spartipps für eine Strommangellage.
Wärmer als 7 °C empfiehlt allerdings auch die Energieberatung nicht. Mehr sparst du mit diesen belegten Massnahmen:
- Standort: nicht neben Herd, Spülmaschine oder Waschmaschine und nicht in die Sonne (UBA 2026), nicht neben die Heizung (oesterreich.gv.at 2025). Pro Grad kühlerer Umgebung sinkt der Verbrauch um etwa 3 Prozent (klimaaktiv). Auf der Rückseite braucht das Gerät Platz, damit die Wärme abziehen kann (EnergieSchweiz).
- Abtauen: Eis kostet Energie. Laut Verbraucherzentrale (2026) erhöht eine 1 cm dicke Eisschicht den Verbrauch um 10 bis 15 Prozent, laut oesterreich.gv.at (2025) bedeuten schon 5 mm rund 30 Prozent mehr. Die Zahlen gehen auseinander, die Empfehlung nicht: Geräte ohne Abtauautomatik regelmässig abtauen, spätestens wenn sich deutlich sichtbarer Reif gebildet hat (BfR 2023).
- Türdichtung: Klemm einen Papierstreifen in die Tür. Lässt er sich leicht herausziehen, sollte die Dichtung ersetzt werden (Verbraucherzentrale 2026). Dichtungen regelmässig reinigen (EnergieSchweiz).
- Warme Speisen: abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank kommen (UBA 2026; EnergieSchweiz), aber nicht stundenlang bei Zimmertemperatur: Das BfR rät, Gekochtes innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C zu bringen. Die AGES empfiehlt dafür kleinere Portionen und ein kaltes Wasserbad.
- Auftauen im Kühlschrank: Das kühlt das Gerät mit (EnergieSchweiz; klimaaktiv) und ist auch hygienisch der empfohlene Weg (BfR 2023).
Zu warm, zu kalt: Sommer, Ferien, Stromausfall
Warum es im Kühlschrank zu warm wird
Häufige Gründe sind ein zu voller Kühlschrank, in dem die kalte Luft nicht zirkulieren kann (BfR 2023), eine undichte Türdichtung (Verbraucherzentrale 2025), häufiges oder langes Öffnen der Tür (BfR 2023) und warme Speisen (UBA 2026). Zu kalt ist vor allem teuer. Was davon zutrifft, zeigt verlässlich nur das Thermometer.
Im Sommer
Hohe Temperaturen begünstigen, dass sich Keime vermehren und Lebensmittel verderben (Verbraucherzentrale 2025). Gekühltes und Tiefgekühltes kaufst du deshalb zuletzt ein, bringst es rasch nach Hause und nimmst bei längeren Wegen eine Kühlbox oder Isoliertasche mit (BfR 2023; Verbraucherzentrale 2025). Brot gehört sonst nicht in den Kühlschrank, bei sehr heissem, schwülem Wetter ist das eine Ausnahme (BZfE 2025). Ob man den Regler im Sommer kälter stellen soll, sagen die Fachstellen nicht; nachmessen schafft Klarheit.
In den Ferien
Fährst du länger weg, kannst du den Kühlschrank auf die niedrigste, also wärmste Stufe stellen (UBA 2026) oder ihn leeren und ausschalten. Neuere Geräte haben teils eine Ferienschaltung (Verbraucherzentrale 2026). Vor dem Sommerurlaub ist ausserdem ein guter Zeitpunkt zum Abtauen (Zu gut für die Tonne! 2025).
Bei Stromausfall
- Türen zu: Kühl- und Gefrierschrank möglichst geschlossen halten, so bleibt die Kälte länger erhalten (Verbraucherzentrale 2026).
- Gefriergerät: Ein gut gefülltes Gerät hält das Gefriergut über viele Stunden ausreichend kalt, wenn es zumindest in den ersten Stunden nicht geöffnet wird (BfR 2023).
- Angetautes (aussen weich, innen noch gefroren): Gegartes und rohe pflanzliche Lebensmittel darfst du laut BfR wieder einfrieren oder gekühlt bei höchstens 7 °C rasch verbrauchen. Rohes Fleisch, Geflügel und Fisch erhitzt du zuerst vollständig, aufgetaute Glace entsorgst du (BfR 2023). Das Schweizer BLV ist strenger und rät grundsätzlich, Aufgetautes nicht erneut einzufrieren.
- Im Winter kannst du Kühlware vorübergehend gut verpackt auf Balkon oder Terrasse lagern, geschützt vor Verunreinigung, Tieren und Sonne, aber nicht längerfristig (BfR 2023).
- Danach: Was verdorben sein könnte, entsorgst du (Verbraucherzentrale 2026).
Checkliste: Kühlschrank-Temperatur in 5 Minuten prüfen
- Thermometer hinlegen: an mehreren Stellen messen, mindestens oben und unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach.
- Mit den Richtwerten vergleichen: im Kühlschrank höchstens 7 °C, besser um 5 °C; in der kältesten Zone für Fleisch und Fisch unter 5 °C; im Gefrierfach −18 °C oder kälter.
- Zu warm? Regler kälter stellen, Kühlschrank nicht überfüllen, Türdichtung mit dem Papierstreifen testen, Tür nur kurz öffnen.
- Zu kalt? Regler wärmer stellen. Jedes Grad spart rund 6 Prozent Strom, solange du nicht über 7 °C kommst.
- Gerät prüfen: Gefrierfach vereist? Abtauen. Steht der Kühlschrank neben Herd, Heizung oder in der Sonne? Wenn möglich umstellen.
- Dranbleiben: regelmässig wieder messen.
So hilft Kühlbär dabei
Gleich vorweg: Kühlbär misst keine Temperatur, dafür brauchst du ein Thermometer. Die App kümmert sich um den zweiten Teil, nämlich darum, dass gekühlte Lebensmittel gegessen werden, bevor sie ablaufen. In Kühlbär führst du Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat getrennt und erfasst Produkte per Barcode-Scan über Open Food Facts. Für das Ablaufdatum schlägt die App ein Datum nach Produktart vor, das du anpassen kannst.
Der Filter „Läuft ab“ zeigt, was zuerst gegessen werden sollte, etwa vor den Ferien, und weil das Gefrierfach eine eigene Liste hat, siehst du nach einem Stromausfall, was darin lag. Die Erinnerung vor dem Ablaufdatum meldet sich standardmässig 3 Tage und 1 Tag vorher um 9 Uhr, mit Premium wählst du 1, 2, 3, 5 oder 7 Tage und die Uhrzeit frei. Dazu kommen Einkaufsliste, kostenloses Teilen mit der Familie und der Spar-Counter. Bis 35 Artikel ist Kühlbär gratis (Preise und Premium).
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Welche Temperatur sollte der Kühlschrank haben?
Höchstens 7 °C, besser 5 °C oder etwas darunter. Das BfR nennt 7 °C als Obergrenze und rät zu unter 5 °C, foodwaste.ch empfiehlt 5 °C, die AGES 1 bis 5 °C. Fleisch, Geflügel und Fisch lagerst du laut BLV unter 5 °C, am besten unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach.
Welche Stufe sollte der Kühlschrank haben?
Eine einheitliche Umrechnung von Stufe in Grad nennen die Fachstellen nicht, denn die Zahlen am Regler sind Stufen, keine Grad. Die Verbraucherzentrale NRW gibt als Orientierung für 7 °C Stufe 2 oder 3 an, das Umweltbundesamt bezeichnet die niedrigste Stufe als die wärmste. Ob deine Einstellung passt, zeigt nur ein Kühlschrankthermometer.
Sind 7 Grad im Kühlschrank zu warm?
7 °C ist die Obergrenze, nicht der Idealwert für alles. EnergieSchweiz und das Umweltbundesamt halten 7 °C für ausreichend. Das BfR weist aber darauf hin, dass leicht verderbliche Lebensmittel schneller verderben können, wenn ein 7 °C warmer Kühlschrank um bis zu 2 Grad wärmer wird. Für Fleisch, Fisch und gekochte Reste sind unter 5 °C besser.
Wie kalt muss ein Gefrierschrank sein?
−18 °C oder kälter. Diesen Wert nennen gesundheit.gv.at, die AGES, EnergieSchweiz und das Umweltbundesamt, und auch die Mindesthaltbarkeit von Tiefkühlware bezieht sich darauf. Steigt die Temperatur im Haushalt auf bis zu −12 °C, kann laut BfR die Qualität leiden, das gesundheitliche Risiko steigt dadurch aber nicht.
Wie viel Strom spart ein Grad wärmer im Kühlschrank?
Rund 6 Prozent pro Grad, sagen die Verbraucherzentrale und das österreichische Verwaltungsportal oesterreich.gv.at. Das Schweizer Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung nennt für 7 statt 5 °C je nach Gerät etwa 15 Prozent. Wärmer als 7 °C empfiehlt aber auch die Energieberatung nicht.
Wo misst man die Temperatur im Kühlschrank?
An mehreren Stellen, rät das BfR. Die Verbraucherzentrale bezieht ihren 7-°C-Richtwert auf das obere Fach. Für Fleisch und Fisch zählt die kälteste Zone unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach. Am einfachsten geht das mit einem Kühlschrankthermometer.
Was mache ich bei Stromausfall mit dem Gefrierschrank?
Tür geschlossen lassen. Ein gut gefülltes Gefriergerät hält das Gefriergut laut BfR über viele Stunden ausreichend kalt, wenn du es in den ersten Stunden nicht öffnest. Angetautes Gegartes und rohes Pflanzliches darf laut BfR wieder eingefroren werden, rohes Fleisch, Geflügel und Fisch erst nach vollständigem Durcherhitzen. Das Schweizer BLV rät grundsätzlich, Aufgetautes nicht erneut einzufrieren.
Quellen
- BLV: Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, ohne Datum.
- foodwaste.ch: 5 Schritte gegen Food Waste, Verein foodwaste.ch, ohne Datum.
- BAFU: Magazin „die umwelt“ 4/2024 (Kühlschrank-Zonen), Bundesamt für Umwelt, 2024.
- EDI: Hygieneverordnung (HyV, SR 817.024.1), Art. 25 und 29, Stand 1. Juli 2025.
- Schweizerische Eidgenossenschaft: Lebensmittelgesetz (LMG, SR 817.0), Art. 2 Abs. 4.
- EnergieSchweiz: Effiziente Gefrier- und Kühlgeräte, Programm des Bundesamts für Energie, ohne Datum.
- BWL: Massnahmen Energie: Sparappelle, Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung, ohne Datum.
- BfR: Korrektes Kühlen von Lebensmitteln im Privathaushalt, FAQ vom 13. Februar 2023, Bundesinstitut für Risikobewertung.
- BfR: Verbrauchertipps: Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt, Bundesinstitut für Risikobewertung, 2020.
- Umweltbundesamt: Kühlschrank: Mit kleinen Tipps unnötigen Stromverbrauch vermeiden und Beim Gefrierschrank den Stromverbrauch im Auge behalten, Stand 14. Juli 2026.
- Verbraucherzentrale: So finden Sie den passenden Kühlschrank, Stand 21. September 2026.
- Verbraucherzentrale: Lebensmittel sicher einkaufen und lagern, Stand 1. Dezember 2025.
- Verbraucherzentrale: Was tun bei Stromausfall?, Stand 19. Januar 2026.
- Verbraucherzentrale NRW: Energiespartipps in einfacher Sprache, Broschüre, Februar 2022.
- BMLEH, Kampagne „Zu gut für die Tonne!“: Den Kühlschrank richtig nutzen, Stand 4. November 2025.
- BZfE: Lebensmittel richtig lagern, Bundeszentrum für Ernährung, 2025.
- Europäische Union: Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene, Art. 1 Abs. 2, und Verordnung (EG) Nr. 853/2004, Anhang III Abschnitt V Kap. III (Hackfleisch), jeweils konsolidierte Fassung.
- AGES: Sicher kochen, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, aktualisiert 21. Juli 2025.
- gesundheit.gv.at: Temperatur Kühlschrank – richtige Lagerung und Gefrierschrank-Temperatur – richtige Lagerung, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, 2022.
- oesterreich.gv.at: Kühl- und Gefriergeräte, Stand 5. März 2025.
- klimaaktiv: Energie sparen beim Kühlen & Gefrieren, Klimaschutzinitiative des Bundes (Österreich), ohne Datum.
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