Food Waste vermeiden: 11 einfache Tipps gegen Lebensmittelverschwendung
Gegen Food Waste im Haushalt helfen vor allem vier Gewohnheiten: vor dem Einkauf nachsehen, was schon da ist, mit Liste einkaufen, richtig lagern und Älteres zuerst essen. Der Hebel ist gross: Pro Person und Jahr werfen Privathaushalte in der Schweiz rund 80 kg vermeidbare Lebensmittel weg (BAFU, Stand 2024), in Deutschland fallen rund 75 kg Lebensmittelabfälle an (Umweltbundesamt, 2022) und in Österreich rund 69 kg (BMLUK, 2024). Der Geldwert liegt je nach Land und Schätzung zwischen rund 105 € (Baden-Württemberg, 2022) und 620 CHF (BAFU, Wert für 2017) pro Person und Jahr.
Auf dem Weg vom Acker bis auf den Teller geht laut Umweltbundesamt (2022) rund ein Drittel aller Lebensmittel verloren. Ein grosser Teil davon entsteht nicht auf dem Feld oder in der Fabrik, sondern bei uns zu Hause: In Deutschland und Österreich fällt mehr als die Hälfte aller Lebensmittelabfälle in Privathaushalten an, in der Schweiz rund ein Viertel der vermeidbaren Verluste. Die gute Nachricht: Genau dort kannst du selbst etwas ändern und sparst dabei Geld.
Wie viel wird weggeworfen? Die Zahlen für die Schweiz, Deutschland und Österreich
Alle drei Länder erheben ihre Lebensmittelabfälle regelmässig, aber nicht nach derselben Methode. Die Tabelle zeigt jeweils die ganze Kette vom Feld bis zum Teller und den Teil der Privathaushalte, mit Bezugsjahr und Quelle.
| Schweiz | Deutschland | Österreich | |
|---|---|---|---|
| Was gezählt wird | nur vermeidbare Verluste, aus Sicht des Konsums: inkl. Verluste im Ausland bei importierten Produkten und inkl. Verfütterung | Lebensmittelabfälle nach EU-Methode, erhoben über die Abfallstatistik; kein vermeidbarer Anteil ausgewiesen | alle Lebensmittelabfälle; der vermeidbare Teil wird separat ausgewiesen |
| Ganze Kette | rund 2,8 Mio. t, rund 310 kg pro Person (2024) | 10,9 Mio. t (2023); rund 129 kg pro Kopf¹ | rund 1,18 Mio. t, davon 0,57 Mio. t vermeidbar (2024); 130 kg pro Kopf (2023) |
| Privathaushalte | rund 0,72 Mio. t bzw. 80 kg pro Person, rund 26 % der Kette² (2024) | 6,3 Mio. t bzw. 74,5 kg pro Kopf, 58 % der Kette (2022) | rund 0,63 Mio. t, davon 0,34 Mio. t vermeidbar, mehr als die Hälfte der Kette; rund 69 kg pro Person, davon rund 37 kg vermeidbar (2024) |
| Geldwert | rund 620 CHF pro Person (Wert für 2017); heutiges Sparpotenzial 500–600 CHF pro Person | kein aktueller Wert von Umweltbundesamt oder Bundesministerium; Schätzungen siehe Beispielrechnung | rund 400 € pro Person, nur vermeidbarer Teil (2024) |
| Quelle | BAFU/ZHAW, Monitoring der Lebensmittelverluste, Zwischenstandsbericht 2025 | Umweltbundesamt, Stand Oktober 2025 | BMLUK, September 2026 (Daten: Umweltbundesamt Österreich) |
¹ Das Umweltbundesamt nennt für diesen Pro-Kopf-Wert kein Bezugsjahr. ² Eigene Rechnung aus den Pro-Kopf-Werten des BAFU-Monitorings (80 von rund 310 kg).
Wichtig beim Lesen: Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar. Die Schweiz zählt nur vermeidbare Verluste, dafür aus der Perspektive des Konsums. Mitgezählt wird also auch, was im Ausland bei der Herstellung importierter Lebensmittel verloren geht und was an Tiere verfüttert wird. Unter anderem deshalb fällt die Schweizer Kette pro Person viel grösser aus und der Anteil der Haushalte kleiner. Deutschland misst nach der einheitlichen EU-Methode (delegierter Rechtsakt (EU) 2019/1597), Österreich weist zusätzlich aus, welcher Teil vermeidbar wäre. Zum Vergleich: Im EU-Schnitt fielen 2024 rund 129 kg Lebensmittelabfälle pro Kopf an, 69 kg davon in Privathaushalten (Destatis).
Die Schweiz will ihre vermeidbaren Lebensmittelverluste bis 2030 halbieren. Laut BAFU-Monitoring sind sie pro Person seit 2017 aber nur um rund 5 % gesunken; das Zwischenziel von minus 25 % bis 2025 wird klar verfehlt. Auch die Nationale Strategie der deutschen Bundesregierung zielt auf eine Halbierung bis 2030 (Umweltbundesamt).
Was landet im Müll – und warum?
Für Deutschland gibt es eine Auswertung nach Lebensmittelgruppen. Laut einer GfK-Studie im Auftrag des Bundesministeriums (Erhebung 2020) entfallen 35 % der vermeidbaren Haushaltsabfälle auf frisches Obst und Gemüse, 15 % auf zubereitete Speisen, 13 % auf Brot und Backwaren, 12 % auf Getränke und 9 % auf Milchprodukte. Es trifft also vor allem Frisches, das schnell verdirbt.
Warum es so weit kommt, beziffern die hier genutzten Behördenquellen nicht. Unser Erfahrungswert, auch aus der Entwicklung von Kühlbär: Oft ist es schlicht Vergessen. Das Joghurt verschwindet hinter der Milch, der Salat wird zu spät entdeckt, im Vorrat steht die dritte angebrochene Packung Reis. Dazu kommen Fehlkäufe („war im Angebot“), zu grosse Portionen und die Unsicherheit rund ums Haltbarkeitsdatum. Das passt zu den Empfehlungen der Fachstellen: Das deutsche Bundesministerium (BMLEH) nennt bessere Einkaufsplanung und passendere Portionsgrössen als Ansatzpunkte, foodwaste.ch rät, nicht hungrig einzukaufen und Aktionen nur mitzunehmen, wenn man sie wirklich braucht.
Was kostet Lebensmittelverschwendung einen Haushalt? Eine Beispielrechnung
Wie viel Geld in der Tonne landet, ist schwieriger zu beziffern als die Menge. Die folgende Rechnung ist ein Beispiel, keine Messung: Wir nehmen die veröffentlichten Werte pro Person, rechnen sie auf einen Vier-Personen-Haushalt hoch (mal 4) und nehmen an, dass dieser Haushalt die Hälfte davon vermeidet. Die Hälfte haben wir gewählt, weil die Schweiz und Deutschland ihre Lebensmittelverschwendung bis 2030 halbieren wollen.
| Grundlage (Quelle, Jahr) | pro Person und Jahr | Vier-Personen-Haushalt | Ersparnis, wenn die Hälfte vermieden wird |
|---|---|---|---|
| Schweiz: BAFU-Monitoring 2025, Wert für 2017 | 620 CHF | 2’480 CHF | 1’240 CHF |
| Schweiz: heutiges Sparpotenzial laut BAFU-Monitoring 2025 | 500–600 CHF | 2’000–2’400 CHF | 1’000–1’200 CHF |
| Deutschland: Universität Stuttgart im Auftrag des BMELV, 2012 (Daten 2010/2011) | rund 235 € | rund 935 € | rund 470 € |
| Deutschland: Baden-Württemberg, Hochrechnung für 2022 | rund 105 € | rund 420 € | rund 210 € |
| Österreich: BMLUK, 2024 (nur vermeidbarer Teil) | rund 400 € | rund 1’600 € | rund 800 € |
Die beiden rechten Spalten sind unsere eigene Rechnung; nur die Studie der Universität Stuttgart nennt den Wert für vier Personen selbst. Alle Werte sind Durchschnitte, dein Haushalt kann deutlich darüber oder darunter liegen.
Warum die Werte so weit auseinanderliegen: Sie stammen aus unterschiedlichen Jahren, mit anderen Preisen und anderen Abgrenzungen. Die oft zitierten rund 935 € pro Familie kommen aus einer Studie der Universität Stuttgart im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Sie erschien 2012, beruht auf Daten von 2010/2011 und misst den Wert der vermeidbaren und teilweise vermeidbaren Abfälle; die Bandbreite liegt bei 814 bis 1’055 € pro Vier-Personen-Haushalt. Auch die gelegentlich dem Umweltbundesamt zugeschriebene Zahl von „rund 900 € pro Familie“ geht vermutlich auf diese Studie zurück; Umweltbundesamt und Bundesministerium nennen auf ihren aktuellen Seiten gar keinen Euro-Betrag. Neuere Schätzungen für Deutschland liegen tiefer: Baden-Württemberg rechnet für 2022 mit rund 105 € pro Kopf, und laut dem Land kam eine GfK-Studie von 2020 auf ein Sparpotenzial von rund 70 € pro Person. Für die Schweiz nennt das BAFU-Monitoring rund 620 CHF pro Person für 2017 und heute noch ein Sparpotenzial von etwa 500 bis 600 CHF.
11 Tipps, mit denen du sofort weniger wegwirfst
1. Plane die Woche – und kauf mit Liste
Wer ohne Plan einkauft, kauft schnell zu viel. Überleg dir grob, was du die Woche kochen willst, und schreib eine Einkaufsliste. Kauf möglichst nur, was draufsteht. Das Umweltbundesamt rät, massvoll einzukaufen und vorher zu planen, was man wirklich braucht; foodwaste.ch empfiehlt eine Liste oder Einkaufs-App, damit nichts doppelt im Korb landet. Mehr dazu im Ratgeber clever einkaufen und Geld sparen.
2. Kenne deinen Kühlschrank, bevor du losgehst
Der wichtigste Tipp überhaupt: Verschaff dir vor dem Einkauf einen Überblick, was schon da ist. Ein kurzer Blick in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat reicht, oder ein Foto davon aufs Handy. So kaufst du nichts doppelt und verbrauchst zuerst, was du hast.
3. First In, First Out (FIFO)
Räum neue Einkäufe nach hinten, Älteres nach vorne. Dann greifst du automatisch zuerst zu dem, was zuerst verbraucht werden sollte – ein simpler Trick aus der Gastronomie.
4. Lagere alles richtig
Der erste Hebel ist die Temperatur: Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt im Kühlschrank höchstens 7 °C, besser unter 5 °C. foodwaste.ch rät zu 5 °C, die österreichische AGES zu 1 bis 5 °C. Fleisch und Fisch gehören in die kälteste Zone, meist unten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach (BZfE). Leicht Verderbliches wie rohes Fleisch, Fisch oder Salat bleibt laut Umweltbundesamt in einer 0-Grad-Zone deutlich länger frisch. Und manches gehört gar nicht in den Kühlschrank, etwa Brot, Tomaten oder Kartoffeln (BZfE). Welche Zone für was gedacht ist, zeigt der Guide Lebensmittel richtig lagern.
5. Verstehe das Haltbarkeitsdatum
Wer das Mindesthaltbarkeitsdatum als Wegwerfdatum liest, wirft Essbares weg. Laut dem Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ist das MHD eine Qualitäts- und keine Sicherheitsangabe: Viele Produkte sind danach noch gut, solange Aussehen, Geruch und Geschmack stimmen. Eine Infografik des BAFU nennt als Richtwerte zum Beispiel rund 14 Tage über das MHD hinaus für Joghurt und rund 360 Tage für trockene Teigwaren und Reis. Anders das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) auf leicht Verderblichem wie Frischfleisch: Danach ist ein sicherer Verzehr nicht mehr gewährleistet. Den Unterschied erklärt der Artikel MHD vs. Verbrauchsdatum.
6. Reste kreativ verwerten
Aus Gemüseresten wird Suppe, aus altem Brot werden Croutons oder Fotzelschnitten, aus reifem Obst ein Smoothie. Das Umweltbundesamt nennt für Brot, solange es nicht schimmelt, etwa Brotsalat oder Brotchips. Gekochte Reste gehören rasch in den Kühlschrank und sollten laut BfR innerhalb von 2–3 Tagen gegessen oder eingefroren werden. Ideen dafür sammelt der Artikel Lebensmittelreste verwerten.
7. Friere ein, was du nicht schaffst
Brot, gekochte Portionen, Kräuter, überreifes Obst: Vieles lässt sich einfrieren. So rettest du Lebensmittel im letzten Moment, statt sie wegzuwerfen. Nicht geeignet sind laut der Kampagne „Zu gut für die Tonne!“ des deutschen Bundesministeriums etwa Blattsalate, Tomaten, rohe Kartoffeln und Joghurt. Auch Produkte mit Verbrauchsdatum lassen sich vor Ablauf einfrieren; foodwaste.ch nennt dafür bis zu 90 Tage zusätzliche Haltbarkeit. Wie lange was hält und wie du richtig auftaust, steht im Guide Lebensmittel richtig einfrieren.
8. Koche in passenden Portionen
Zu viel gekocht ist auch Food Waste. Plane realistische Mengen – oder koche bewusst mehr für „Meal Prep“ an den nächsten Tagen. Dann gilt laut BfR: Erhitzte Mahlzeiten innerhalb von 2–3 Tagen essen oder einfrieren, Gerichte mit rohen Zutaten spätestens am Tag nach der Zubereitung.
9. Nutze Foodsharing & Rette-Apps
Was du wirklich nicht schaffst, muss nicht in die Tonne: Angebote wie „Too Good To Go“, Foodsharing oder der Gabentisch in der Nachbarschaft geben Lebensmitteln ein zweites Leben.
10. Lagere Obst und Gemüse getrennt
Äpfel und Bananen solltest du laut BZfE getrennt von empfindlichen Sorten wie Brokkoli, Gurken oder Tomaten lagern, weil das Reifegas Ethylen diese schneller altern lässt. Getrennt gelagert hält beides länger.
11. Lass dich rechtzeitig erinnern
Gegen das Vergessen hilft eine Erinnerung, bevor etwas abläuft. Das kann ein fester Wochen-Check sein – die AGES empfiehlt, die Haltbarkeitsdaten mindestens einmal pro Woche zu kontrollieren –, ein Zettel an der Kühlschranktür oder eine App, die dich automatisch erinnert.
Fallbeispiel: So kann eine Woche aussehen
Ein ausgedachtes Beispiel, keine Studie: ein Vier-Personen-Haushalt, der am Samstag den Wocheneinkauf macht. Die Zahlen in der Spalte „Tipp“ verweisen auf die Liste oben.
| Wann | Was | Tipp |
|---|---|---|
| Samstag, vor dem Einkauf | Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat durchsehen. Was bald abläuft, kommt nach vorne und wird für die ersten Tage eingeplant. Dann vier bis fünf Abendessen grob planen, ein Abend bleibt frei für Reste. Einkaufsliste schreiben und nicht hungrig losgehen. | 1, 2, 8, 11 |
| Samstag, nach dem Einkauf | Neues nach hinten räumen, Fleisch und Fisch in die kälteste Zone, Äpfel und Bananen getrennt von empfindlichem Gemüse. | 3, 4, 10 |
| Samstagabend | Frischen Fisch gleich am Einkaufstag kochen: Er hält bei 0–4 °C laut „Zu gut für die Tonne!“ nur etwa einen Tag. | 4 |
| Sonntag bis Dienstag | Zuerst die Gerichte mit den empfindlichsten Zutaten kochen, also Salat, Beeren und angebrochene Milchprodukte. Abgelaufenes mit MHD prüfen statt wegwerfen. | 5 |
| Mittwoch | Reste-Abend: Was von Montag und Dienstag übrig ist, kommt auf den Tisch. Gekochte Reste sollten laut BfR nicht älter als 2–3 Tage sein. | 6 |
| Freitag | Was bis Sonntag nicht mehr gegessen wird, einfrieren, etwa Brot in Scheiben oder eine gekochte Portion. Kurz notieren, was trotzdem weggeworfen wurde und warum. | 7 |
Der Aufwand steckt vor allem im Samstag. Nach ein paar Wochen siehst du in deinen Notizen, welche Produkte regelmässig übrig bleiben, und kannst davon gezielt weniger kaufen.
So hilft Kühlbär dabei
Die meisten Tipps oben scheitern im Alltag am selben Punkt: Man müsste den Überblick behalten. Genau dafür ist Kühlbär gebaut. Was die App konkret übernimmt:
- Überblick: Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat werden getrennt geführt, und der Filter „Läuft ab“ zeigt, was zuerst weg muss (Tipps 2 und 3).
- Schnell erfassen: per Barcode-Scan über die Datenbank Open Food Facts, bekannte Produkte auch offline, oder per Magic Scan, indem du den Kassenbon oder den Kühlschrank fotografierst (gratis 3-mal pro Monat). Bei Waagen-Etiketten von Coop und Migros übernimmt Kühlbär das aufgedruckte Datum aus dem Code, sonst schlägt die App eine typische Haltbarkeit nach Produktart vor, die du anpassen kannst.
- Keine Doppelkäufe: Scannst du ein Produkt, das schon im Kühlschrank liegt, weist dich die App darauf hin. Dazu gibt es eine Einkaufsliste (Tipp 1).
- Rechtzeitig erinnert: standardmässig 3 Tage und 1 Tag vor Ablauf, jeweils um 9 Uhr. Mit Premium wählst du 1, 2, 3, 5 oder 7 Tage vorher und die Uhrzeit selbst. Details zur MHD-Erinnerung (Tipp 11).
- Gemeinsam: Den Kühlschrank kannst du gratis mit der Familie teilen, damit nicht zwei Leute dasselbe kaufen.
- Deine eigene Rechnung: Der Spar-Counter zählt gerettete und weggeworfene Lebensmittel getrennt, mit dem Preis, den du einträgst (ohne Preis 2,50 pro Artikel), und zeigt eine Statistik pro Monat. So ersetzt du die Durchschnittswerte aus der Beispielrechnung durch deine eigenen Zahlen.
Bis zum 13. Oktober 2026 haben Kühlbär-Nutzer mit Konto 175 Lebensmittel im Wert von rund 946 als gegessen markiert, je nach Land in Franken oder Euro. Das ist eine Summe über alle diese Konten, kein Durchschnitt pro Person. Bis 35 Artikel ist Kühlbär gratis; was Premium kostet, steht auf der Seite Preise.
Rechtzeitig erinnert, bevor etwas abläuft
Kühlbär behält Kühlschrank und Vorrat im Blick, erinnert dich rechtzeitig vor dem Ablaufdatum und zeigt dir mit einem Spar-Counter, wie viel Geld du rettest. Kostenlos starten.
🍏 Kühlbär im App Store ladenHäufige Fragen
Wie viel Lebensmittel werfen Haushalte weg?
In der Schweiz rund 80 kg vermeidbare Lebensmittel pro Person und Jahr, zusammen rund 0,72 Millionen Tonnen (BAFU-Monitoring, Stand 2024). In Deutschland fielen 2022 in Privathaushalten 6,3 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, rund 75 kg pro Kopf (Umweltbundesamt). In Österreich waren es 2024 rund 69 kg pro Person, davon rund 37 kg vermeidbar (BMLUK). Die Länder zählen unterschiedlich, die Zahlen sind deshalb nicht direkt vergleichbar.
Was kostet Lebensmittelverschwendung einen Haushalt pro Jahr?
In der Schweiz rund 620 Franken pro Person (BAFU, Wert für 2017), für einen Vier-Personen-Haushalt also rund 2’480 Franken (eigene Rechnung); das heutige Sparpotenzial schätzt das BAFU-Monitoring auf 500 bis 600 Franken pro Person. Für Deutschland schätzte eine Studie der Universität Stuttgart 2012 rund 935 € pro Vier-Personen-Haushalt; neuere Schätzungen liegen tiefer, etwa 105 € pro Person (Baden-Württemberg, 2022). Österreich nennt rund 400 € pro Person für den vermeidbaren Teil (BMLUK, 2024).
Was kann ich sofort gegen Food Waste tun?
Verschaff dir vor dem Einkauf einen Überblick, was schon da ist, kauf mit Liste, lagere richtig und verbrauche Älteres zuerst. Diese vier Gewohnheiten zielen vor allem auf frisches Obst und Gemüse, das laut einer GfK-Studie für das deutsche Bundesministerium 35 % der vermeidbaren Haushaltsabfälle ausmacht.
Ist Essen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch gut?
Oft ja. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist laut dem Schweizer BLV eine Qualitäts- und keine Sicherheitsangabe: Sieht, riecht und schmeckt ein Produkt einwandfrei, kannst du es meist noch essen. Anders beim Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) auf leicht verderblichen Produkten wie Frischfleisch: Danach nicht mehr essen. Mehr dazu im Ratgeber MHD vs. Verbrauchsdatum.
Hilft eine App gegen Lebensmittelverschwendung?
Eine App ersetzt keine guten Gewohnheiten, nimmt dir aber das Merken ab. Kühlbär zeigt, was in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat liegt, erinnert dich standardmässig 3 Tage und 1 Tag vor Ablauf und zählt im Spar-Counter, wie viel du gerettet und weggeworfen hast. Bis 35 Artikel ist die App gratis.
Quellen
- BAFU (Auftrag) / ZHAW, Beretta et al.: Monitoring der Lebensmittelverluste in der Schweiz – Zwischenstandsbericht 2025, Oktober 2025.
- Bundesamt für Umwelt (BAFU): Magazin „die umwelt“ 4/2024, Dezember 2024.
- Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV): Informationen auf der Lebensmitteletikette, ohne Datum, abgerufen am 13.10.2026.
- foodwaste.ch: 5 Schritte gegen Food Waste, ohne Datum, abgerufen am 13.10.2026.
- Umweltbundesamt (UBA): Lebensmittelabfälle, Stand 27.10.2025.
- Umweltbundesamt (UBA): Ein Drittel der Lebensmittel wird verschwendet, 30.04.2022.
- Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH): Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten unter die Lupe genommen (GfK-Studie), 13.08.2024.
- Universität Stuttgart (ISWA), Kranert et al., gefördert vom BMELV: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland – Kurzfassung, Februar 2012.
- Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Lebensmittelretter – Zahlen und Fakten, ohne Datum, abgerufen am 13.10.2026.
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Lebensmittelabfälle in der Europäischen Union 2024, 29.09.2026.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Korrektes Kühlen von Lebensmitteln im Privathaushalt, FAQ vom 13.02.2023.
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Vorkochen für mehrere Tage (Meal-Prep), FAQ vom 08.07.2025.
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Lebensmittel richtig lagern, Stand 20.02.2025.
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Was gehört wohin im Kühlschrank?, 13.07.2022.
- BMLEH, Kampagne „Zu gut für die Tonne!“: Haltbar machen, Stand 20.02.2026.
- BMLEH, Kampagne „Zu gut für die Tonne!“: Fisch: Frische erkennen und richtig lagern, Stand 04.11.2025.
- Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK): Neue Zahlen zu Lebensmittelverschwendung und Kampagnenstart „Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!“, 28.09.2026.
- BMLUK: Totschnig: Lebensmittel gehören auf den Teller, nicht in den Mistkübel (Presseaussendung), 28.09.2026.
- Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES): Sicher kochen, aktualisiert 21.07.2025.
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