Vorratsliste: So behältst du den Überblick und vermeidest Doppelkäufe
Eine Vorratsliste ist eine einfache Bestandsliste: Sie zeigt, welche Lebensmittel du zu Hause hast, wie viel davon, wo sie liegen (Kühlschrank, Gefrierfach, Vorratsschrank) und wann sie ablaufen. Wer vor dem Einkauf auf diese Liste schaut, kauft nichts doppelt, und wer die Ablaufdaten mitführt, sieht rechtzeitig, was zuerst gegessen werden sollte. Auch die Kampagne „Zu gut für die Tonne!“ des deutschen Ernährungsministeriums rät, Vorräte regelmässig zu prüfen und eine Liste mit Lebensmitteln und Mengen anzulegen (BMLEH, 2026).
Der zweite Becher Rahm, die dritte Packung Reis, das Hackfleisch, das hinten im Kühlschrank vergessen ging: Viele Lebensmittel landen nicht im Abfall, weil jemand sie wegwerfen will, sondern weil niemand mehr an sie gedacht hat. Eine Vorratsliste setzt genau hier an. Hier erfährst du, was draufgehört, welche Form zu dir passt und wie die Liste aktuell bleibt – mit einer Vorlage zum Abschreiben.
Warum sich eine Vorratsliste lohnt
Ein grosser Teil der Lebensmittelverschwendung entsteht zu Hause, wie die offiziellen Zahlen zeigen:
| Land | Lebensmittelabfall der Haushalte pro Person und Jahr | Geldwert pro Person und Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Schweiz | 80 kg vermeidbare Verluste (2024) | etwa 500–600 CHF Sparpotenzial | BAFU/ZHAW, 2025 |
| Deutschland | 74,5 kg (2022); Haushalte verursachen 58 % aller Lebensmittelabfälle (2023) | rund 105 € vermeidbar (Hochrechnung für 2022) | UBA, 2025; Ministerium Baden-Württemberg |
| Österreich | rund 69 kg, davon rund 37 kg vermeidbar (2024) | rund 400 € vermeidbar | BMLUK, 2026 |
Die Länder zählen unterschiedlich: Die Schweiz erfasst nur vermeidbare Verluste und rechnet aus Sicht der Konsumierenden, inklusive Verlusten im Ausland bei importierten Produkten. Die Werte sind deshalb nicht direkt vergleichbar.
Das Hauptproblem ist nicht das Datum, sondern das Vergessen
Warum Haushalte Lebensmittel wegwerfen, hat eine Tagebuchstudie der GfK im Auftrag des deutschen Ernährungsministeriums untersucht (Erhebung 2020). Mehr als die Hälfte der vermeidbaren Abfälle (55 %) landete im Müll, weil die Lebensmittel verdorben, unappetitlich oder zu lange gelagert waren. 13 % wurden weggeworfen, weil zu viel oder zu grosse Packungen gekauft worden waren. Ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum war dagegen nur bei knapp 5 % der Hauptgrund. Meist liegt ein Lebensmittel also einfach zu lange unbemerkt herum. Die Verbraucherzentrale sieht eine Ursache im unübersichtlichen, vollen Kühlschrank, in dem Produkte vergessen werden.
Dazu kommen Doppelkäufe. Die Kampagne „Zu gut für die Tonne!“ bringt es auf ihrem Einkaufsblock auf den Punkt: Wer spontan kauft, kauft auch mal doppelt. Gründer Arik Wenger kennt beides aus eigener Erfahrung:
«Mir ist oft passiert, dass ich Sachen eingekauft habe, die ich schon im Kühlschrank hatte. Oder ich habe vergessen, dass etwas abläuft, und musste es dann wegwerfen. Deshalb habe ich Kühlbär gebaut: um Food Waste zu minimieren und Doppelkäufe zu vermeiden.»
Eine Vorratsliste bekämpft beide Ursachen: Sie zeigt dir vor dem Einkauf, was schon da ist, und im Alltag, was bald weg muss.
Was Fachstellen empfehlen
Fachstellen in allen drei Ländern raten im Kern dasselbe: erst nachsehen, was da ist, dann einkaufen. Sinngemäss zusammengefasst:
| Stelle | Land | Empfehlung |
|---|---|---|
| Verein foodwaste.ch | CH | Vor dem Einkauf in Kühl- und Küchenschrank schauen; Einkaufsliste, Kühlschrankfoto oder Einkaufs-App nutzen, gerade in Mehrpersonenhaushalten gegen Doppeleinkäufe; Neues hinten, Altes vorne. |
| BAFU, Magazin «die umwelt» 4/2024 | CH | Vor dem Einkaufen den Kühlschrankinhalt prüfen, ein Foto als Gedankenstütze machen und eine Liste erstellen; Lebensmittel beschriften, die ältesten nach vorne. |
| „Zu gut für die Tonne!“ (BMLEH) | DE | Eine Liste der Lebensmittel und Mengen anlegen, die in Kühlschrank, Vorratsschrank und Gefrierfach nicht fehlen sollten; Kühlschrank wöchentlich, Vorratsregal monatlich prüfen. |
| Umweltbundesamt (UBA) | DE | Vor dem Einkaufen und Kochen einen Überblick über die Vorräte verschaffen; übersichtlich lagern, neue Ware nach hinten, ältere nach vorne. |
| Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) | DE | Vorräte regelmässig kontrollieren, etwa vor jedem Wocheneinkauf; selbst Eingefrorenes mit Inhalt, Menge und Einfrierdatum beschriften. |
| Verbraucherzentrale | DE | Vorräte regelmässig kontrollieren und einen Einkaufszettel verwenden. |
| BMLUK (Ministerium) | AT | Vor dem Einkauf die Vorräte kontrollieren und eine Einkaufsliste schreiben. |
Eine Vorratsliste macht aus diesem Rat eine Gewohnheit, die auch dann funktioniert, wenn du gerade nicht vor dem Kühlschrank stehst.
Was auf die Vorratsliste gehört
Fünf Spalten reichen. Mehr Details machen die Liste nicht besser, nur aufwendiger:
- Produkt: so benannt, wie du es im Laden suchen würdest, also „Rahm“ statt „weisser Becher“.
- Menge: Stückzahl oder grob („1 Pack“, „halb voll“). Auf das Gramm genau muss es nicht sein.
- Ort: Kühlschrank, Gefrierfach oder Vorrat. So trennst du schnell Verderbliches von lange Haltbarem.
- Ablaufdatum: das Datum von der Packung. Ob es ein Mindesthaltbarkeits- oder ein Verbrauchsdatum ist, macht einen grossen Unterschied; mehr dazu im Ratgeber MHD vs. Verbrauchsdatum. Bei selbst Gekochtem oder Eingefrorenem notierst du das Datum der Zubereitung oder des Einfrierens.
- Geöffnet am (optional): für angebrochene Packungen. Viele Produkte tragen den Hinweis, sie nach dem Öffnen innerhalb einer bestimmten Frist zu verbrauchen.
Vorlage: Vorratsliste zum Abschreiben
So kann eine Vorratsliste aussehen. Die Zeilen sind Beispiele, keine Empfehlung für Mengen oder Haltbarkeiten. Sortiere innerhalb jedes Orts nach Ablaufdatum, dann steht oben, was zuerst dran ist:
| Produkt | Menge | Ort | Ablaufdatum | Geöffnet am |
|---|---|---|---|---|
| Hackfleisch | 500 g | Kühlschrank | 15.10. (Verbrauchsdatum) | – |
| Tomatensauce im Glas | ½ Glas | Kühlschrank | – | 12.10. |
| Rahm | 1 Becher | Kühlschrank | 18.10. | – |
| Joghurt nature | 3 Stück | Kühlschrank | 22.10. | – |
| Gemüsesuppe, selbst gekocht | 2 Portionen | Gefrierfach | eingefroren am 05.10. | – |
| Spinat, tiefgekühlt | 1 Beutel | Gefrierfach | 03/2027 | – |
| Reis | ½ Pack | Vorrat | 11/2027 | 01.09. |
| Kichererbsen, Dose | 3 Dosen | Vorrat | 2028 | – |
Nicht auf die Liste müssen Salz, Gewürze und anderer Kleinkram, der lange hält. Ausnahme: Du kaufst etwas davon immer wieder doppelt.
Bestandsliste und Grundausstattung
Die Bestandsliste zeigt, was gerade da ist. Die Grundausstattung hält fest, was immer da sein soll. „Zu gut für die Tonne!“ schlägt dafür etwa Nudeln, Reis, Mehl, Konserven und Öl im Vorratsschrank vor, Eier, Käse, Milch und Butter im Kühlschrank sowie Tiefkühl-Gemüse im Gefrierfach, angepasst an die eigenen Gewohnheiten. Beides lässt sich verbinden: Notiere bei Grundprodukten eine Mindestmenge, etwa „Reis: mindestens 1 Pack“. Fällt der Bestand darunter, kommt das Produkt auf die Einkaufsliste.
Papier, Tabelle oder App: drei Wege im Vergleich
Die beste Vorratsliste ist die, die du tatsächlich pflegst. Jede Form hat ihre Stärken:
| Weg | Vorteile | Nachteile | Passt, wenn … |
|---|---|---|---|
| Papier oder Magnetliste am Kühlschrank | Sofort startklar und kostenlos; hängt dort, wo alle sie sehen; kein Gerät nötig. | Im Laden nur als Foto dabei; wird durch Streichungen schnell unübersichtlich; erinnert nicht an Ablaufdaten. | … du wenig Vorrat hast, meist allein einkaufst und ohne Technik auskommen willst. |
| Tabellenkalkulation | Frei anpassbar; nach Ablaufdatum oder Ort sortierbar; über einen Cloud-Speicher mit anderen teilbar. | Eintippen am Handy ist mühsam; Ablaufdaten musst du selbst im Blick behalten; ohne feste Routine veraltet sie schnell. | … du gern mit Tabellen arbeitest und einen grösseren Vorrat verwaltest, etwa mit Gefriertruhe oder Keller. |
| App | Immer dabei, auch im Laden; Erfassen per Barcode oder Foto statt Tippen; kann vor dem Ablauf erinnern und den Bestand mit anderen teilen. | Braucht ein Smartphone und etwas Eingewöhnung; Gratisversionen sind oft begrenzt; auch eine App weiss nur, was du ein- und austrägst. | … du unterwegs einkaufst, mit anderen zusammenlebst oder an Ablaufdaten erinnert werden willst. |
Wer mit Papier startet, kann eine Schwäche leicht ausgleichen: Fotografiere die Liste vor dem Einkauf. Ein Foto vom Kühlschrank als Gedankenstütze empfehlen auch foodwaste.ch und das BAFU.
So hältst du die Vorratsliste aktuell
Eine Vorratsliste ist nur so gut wie ihr letzter Eintrag. Du brauchst dafür keine grosse Inventur, sondern drei kleine Gewohnheiten und einen kurzen Check pro Woche.
1. Nach dem Einkauf: beim Einräumen eintragen
Trag neue Artikel ein, während du sie versorgst; dann hast du die Packung mit dem Datum ohnehin in der Hand. Räum dabei Neues nach hinten und Älteres nach vorne. Dieses Prinzip „first in, first out“ empfehlen foodwaste.ch, das BAFU-Magazin «die umwelt» und das Umweltbundesamt. Wie du Regale und Behälter dafür einrichtest, zeigt der Ratgeber Vorratsschrank organisieren, welche Kühlschrank-Zone für was passt, der Ratgeber Lebensmittel richtig lagern.
2. Beim Verbrauchen: austragen oder Menge anpassen
Ist etwas aufgebraucht, streichst du es. Gehört es zur Grundausstattung, wandert es gleich auf die Einkaufsliste. Öffnest du eine Packung, notierst du das Datum.
3. Einmal pro Woche: der 5-Minuten-Check
Die Kampagne „Zu gut für die Tonne!“ empfiehlt, den Kühlschrank am besten wöchentlich und das Vorratsregal monatlich zu prüfen und alles, was bald aufgebraucht werden muss, auf einer Liste am Kühlschrank zu notieren.
⏱️ Beispiel-Routine: Wochen-Check in 5 Minuten
Die Minuten sind Richtwerte aus dem Alltag, keine Norm:
- Minute 1–2, Kühlschrank: Liste und Fächer vergleichen. Was nicht mehr da ist, streichen, was fehlt, nachtragen.
- Minute 3, Ablaufdaten: Was in den nächsten Tagen abläuft, markieren und für die nächsten Mahlzeiten einplanen. Ideen liefert der Ratgeber Reste verwerten.
- Minute 4, Gefrierfach: Stimmen die Einträge? Liegt etwas schon auffällig lange?
- Minute 5, Einkaufsliste: Was unter die Mindestmenge gefallen ist, kommt auf die Einkaufsliste.
Einmal im Monat nimmst du dir zusätzlich den Vorratsschrank vor. Dort hält vieles lange, deshalb fallen Doppelkäufe nach unserer Erfahrung oft erst spät auf.
4. Vor dem Einkauf: erst die Liste, dann der Laden
Der wichtigste Moment ist der Blick auf die Liste, bevor du losgehst. Laut Verbraucherzentrale zeigt eine gute Einkaufsliste nicht nur, was fehlt, sondern auch, was noch zu Hause ist. Wie du daraus Wochenplan und Einkaufsliste machst, liest du im Ratgeber Clever einkaufen und Geld sparen.
Vorratsliste mit Familie oder WG
Doppelkäufe passieren besonders leicht, wenn mehrere Personen einkaufen: Du weisst nicht, dass jemand gestern schon Eier mitgebracht hat. Nicht umsonst empfiehlt der Verein foodwaste.ch Liste, Kühlschrankfoto oder Einkaufs-App gerade Mehrpersonenhaushalten. Für die Vorratsliste heisst das:
- Eine Liste für alle. Sie hängt dort, wo alle vorbeikommen, oder liegt in einer geteilten Tabelle oder App. Getrennte Listen pro Person bringen genau das Durcheinander, das du vermeiden willst.
- Wer einräumt, trägt ein. Die Person, die den Einkauf versorgt, ergänzt die Liste.
- Wer das Letzte nimmt, trägt aus und setzt das Produkt gleich auf die Einkaufsliste.
- In der WG klären, was geteilt wird. Teilt ihr nur die Grundvorräte, hilft eine Spalte mit Kürzeln, wem was gehört. So ist klar, was gemeinsam nachgekauft wird.
Das sind Vorschläge; wichtig ist nur, dass alle dieselben Regeln kennen.
Typische Fehler – und was hilft
Die folgenden Punkte sind Erfahrungswerte aus dem Alltag, keine Studienergebnisse:
- Zu detailliert: Wer jede Gewürzdose erfasst, gibt oft nach wenigen Wochen auf. Fang mit Kühlschrank und Gefrierfach an; beim Vorratsschrank reichen Grundvorräte und Angebrochenes.
- Einmal angelegt, nie gepflegt: Eine veraltete Liste ist tückischer als gar keine, weil du ihr vertraust. Trag lieber sofort und grob ein als später und exakt.
- Ablaufdatum weggelassen: Ohne Datum hilft die Liste zwar gegen Doppelkäufe, aber nicht gegen das Vergessen. Bei Kühlware ist das Datum die wichtigste Spalte.
- Gefrierfach ausgelassen: Was eingefroren ist, sieht man von aussen kaum. Notiere Inhalt, Menge und Einfrierdatum, wie es das BZfE auch für die Beschriftung empfiehlt. Wie lange was hält, steht im Ratgeber Richtig einfrieren.
So hilft Kühlbär dabei
Kühlbär ist eine iPhone-App, die deine Vorratsliste führt. Die Routine bleibt bei dir, einen Teil der Schreibarbeit übernimmt die App:
- Bestand nach Ort: Vorrat, Kühlschrank und Gefrierfach sind getrennt erfasst. Mit „Produkt suchen“ findest du einen Artikel schnell, der Filter „Läuft ab“ zeigt, was zuerst dran ist.
- Scannen statt Tippen: Mit dem Barcode-Scanner erfasst du Produkte per Scan. Die Produktdaten kommen von Open Food Facts, bekannte Produkte erkennt die App auch offline.
- Hinweis auf Doppelkäufe: Scannst du ein Produkt, das schon erfasst ist, etwa im Laden vor dem Kauf, zeigt Kühlbär den Hinweis „Schon im Kühlschrank“ mit dem Ablaufdatum und, falls es mehrfach da ist, der Anzahl. Geprüft wird dabei der ganze Bestand auf deinem Gerät, also Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat. Du kannst dann die Menge erhöhen, das Produkt trotzdem neu hinzufügen oder abbrechen.
- Magic Scan: Du fotografierst Kassenbon oder Kühlschrank, Kühlbär übernimmt die erkannten Artikel. Vom Bon kommen Menge und Preis mit, das Ablaufdatum schlägt die App vor. Gratis sind 3 Scans pro Monat.
- Erinnerung vor dem Ablauf: Die MHD-Erinnerung meldet sich standardmässig 3 Tage und 1 Tag vor Ablauf um 9 Uhr. Mit Premium wählst du 1, 2, 3, 5 oder 7 Tage und die Uhrzeit.
- Einkaufsliste, die sich selbst abhakt: Erfasst du ein Produkt in Kühlbär (per Scan, Magic Scan oder von Hand), hakt die App einen passenden offenen Eintrag auf der Einkaufsliste automatisch ab, auch auf der mit der Familie geteilten Liste.
- Eine Liste für den ganzen Haushalt: Familie teilen ist gratis. Alle sehen denselben Bestand und dieselbe Einkaufsliste, eingeladen wird per E-Mail.
Kühlbär funktioniert ohne Konto und offline. Bis 35 Artikel ist die App gratis; Premium kostet CHF 3 pro Monat oder CHF 25 pro Jahr (2,99 € bzw. 24,99 €). Details stehen auf der Preisseite.
Deine Vorratsliste immer dabei
Kühlbär führt Kühlschrank, Gefrierfach und Vorrat getrennt, erinnert vor dem Ablauf und zeigt dir beim Scannen im Laden, wenn ein Produkt schon erfasst ist. Gratis bis 35 Artikel.
🍏 Kühlbär im App Store ladenHäufige Fragen
Was ist eine Vorratsliste?
Eine Vorratsliste ist eine Bestandsliste der Lebensmittel, die du zu Hause hast, mit Menge, Lagerort und Ablaufdatum. Sie zeigt dir vor dem Einkauf, was schon da ist, und im Alltag, was bald gegessen werden sollte.
Was gehört auf eine Vorratsliste?
Produkt, Menge, Ort (Kühlschrank, Gefrierfach oder Vorratsschrank) und Ablaufdatum, bei angebrochenen Packungen zusätzlich das Datum des Öffnens. Gewürze und Kleinkram lässt du besser weg, sonst wird die Pflege zu aufwendig.
Wie oft sollte ich die Vorratsliste aktualisieren?
Am einfachsten direkt beim Einräumen nach dem Einkauf und beim Verbrauchen. Dazu kommt ein kurzer Abgleich: Die Kampagne „Zu gut für die Tonne!“ des deutschen Ernährungsministeriums empfiehlt, den Kühlschrank wöchentlich und das Vorratsregal monatlich zu prüfen.
Wie hilft eine Vorratsliste gegen Doppelkäufe?
Du kaufst nicht mehr aus dem Gedächtnis ein: Ein Blick auf die Liste zeigt, ob Rahm, Reis oder Eier noch da sind. Damit das im Laden klappt, muss die Liste dabei sein, als Foto, als Tabelle auf dem Handy oder in einer App. Der Verein foodwaste.ch empfiehlt Liste, Kühlschrankfoto oder Einkaufs-App gerade Haushalten mit mehreren Personen, um Doppeleinkäufe zu vermeiden.
Gibt es eine Vorlage für eine Vorratsliste?
Ja, in diesem Artikel findest du eine Vorlage mit Beispielzeilen und den Spalten Produkt, Menge, Ort, Ablaufdatum und Geöffnet am. Du kannst sie auf Papier abschreiben oder in eine Tabellenkalkulation übernehmen.
Ist eine Vorratsliste auf Papier oder in einer App besser?
Papier ist sofort startklar und für alle sichtbar, ist im Laden aber nicht dabei und erinnert nicht an Ablaufdaten. Eine App hast du immer dabei, sie kann vor dem Ablauf erinnern und den Bestand mit anderen teilen, braucht aber ein Smartphone und etwas Eingewöhnung. Entscheidend ist, welche Form du tatsächlich pflegst.
Gehört das Gefrierfach auch auf die Vorratsliste?
Ja. Was eingefroren ist, sieht man von aussen kaum und vergisst es deshalb leicht. Notiere bei Selbsteingefrorenem den Inhalt, die Menge und das Einfrierdatum, also genau die Angaben, mit denen das deutsche Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) Gefriergut zu beschriften empfiehlt.
Quellen
- BAFU (Auftrag) / ZHAW, Beretta et al.: Monitoring der Lebensmittelverluste in der Schweiz: Zwischenstandsbericht 2025, Oktober 2025 (Tabelle 13; Kap. 6.2.7).
- Bundesamt für Umwelt (BAFU): Magazin «die umwelt» 4/2024, Dezember 2024 (S. 20 „Sechs Tricks, um weniger zu verschwenden“; Infografik „Im Bild“).
- Verein foodwaste.ch: 5 Schritte gegen Food Waste, ohne Datum.
- Umweltbundesamt (UBA): Lebensmittelabfälle, Stand 27.10.2025.
- Umweltbundesamt (UBA): Umweltbewusst im Alltag: Lebensmittelverschwendung vermeiden, aktualisiert 17.09.2026.
- BMLEH, Kampagne „Zu gut für die Tonne!“: Gut planen, Stand 18.02.2026.
- BMLEH, Kampagne „Zu gut für die Tonne!“: Einkaufsblock „Gut planen – weniger wegwerfen“, Stand April 2026.
- BMLEH, Kampagne „Zu gut für die Tonne!“: Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten 2020 (Zusammenfassung der GfK-Tagebuchstudie, Hübsch 2021), Abschnitte 5 und 7.
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Lebensmittel richtig lagern, Stand 20.02.2025.
- Verbraucherzentrale: Lebensmittel wertschätzen und vor der Tonne bewahren, Stand 31.07.2026.
- Verbraucherzentrale: Gut planen und clever einkaufen für das gemeinsame Essen zu Hause, Stand 03.03.2026.
- Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Lebensmittelretter – Zahlen und Fakten, ohne Datum (Hochrechnung für 2022).
- BMLUK (Österreich): Totschnig: Lebensmittel gehören auf den Teller, nicht in den Mistkübel, Presseaussendung, 28.09.2026.
- BMLUK (Österreich): Tipps gegen Lebensmittelverschwendung, ohne Datum.
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